3D-Furnier
Extreme dreidimensionale Form, makellose Oberfläche.
Bislang war es nur in sehr begrenztem Umfang möglich, Holzfurniere zu formen oder zu biegen. 2008 hat Danzer ein junges, innovatives Unternehmen aus Deutschland übernommen – und damit eine Technologie, die Echtholzfurnier in neuen Formen ermöglicht: Mit 3D-Furnier lassen sich organische Holzformen entwerfen und umsetzen, die zuvor als „nicht realisierbar“ galten.
Ob im Möbelbau, in der Automobilindustrie oder in anderen Branchen: Danzer hat schon zahlreiche Kundenprojekte mit 3D-Furnier unterstützt. Unser Expertenteam tauscht sich dazu bereits in frühen Projektphasen mit Designern und Herstellern aus: So können wir gleich zu Beginn neue Formen und Möglichkeiten aufzeigen – und die Konzeption sowie Entwicklung von Prototypen unterstützen.
Das Ergebnis sind Produkte mit einem unverwechselbaren Design, die leicht und komfortabel, elegant und stabil zugleich sind. Und die zu wettbewerbsfähigen Kosten hergestellt werden können.
Jedes Holzfurnier hat eine Belastungsgrenze, den Punkt, an dem es aufhört, sich einer bestimmten Form anzupassen. Wird herkömmliches Furnier darüber hinaus beansprucht, steigt das Risiko von Rissen oder Faltenwurf.
3D-Furnier von Danzer ist aus anderem Holz gemacht: Anstatt eine einzelne Furnierplatte über ihre Belastungsgrenze hinaus zu dehnen, ist 3D-Furnier in dünne Einzelabschnitte unterteilt, die sich unabhängig voneinander bewegen. So lassen sich komplexe, organische Kurven mit makellosen Holzoberflächen realisieren.
3D-Furnier
Extreme dreidimensionale Form, makellose Oberfläche.
Herkömmliches Furnier
Gleiche Geometrie, anderes Ergebnis: Risse, Falten, eine Oberfläche, die nicht standhält.
Die Danzer-Methode
Vom Furnierblatt zur dreidimensionalen Form.
Ob im Sitzen, beim Anlehnen oder Aufstehen: Die besondere Materialität von 3D-Furnier ist unmittelbar spürbar. Was sich ändert, wenn Holz sich der Rundung anpasst.
Bei einem zweidimensionalen Bauteil entsteht Stabilität vor allem durch Materialstärke. Eine dreidimensionale Sitzschale gewinnt zusätzliche Steifigkeit aus ihrer Form. Dadurch werden schlanke, dünnwandige Konstruktionen möglich.
Die Form stabilisiert das Material. Deshalb kann eine Sitzschale aus 3D-Furnier mit vergleichsweise dünnen Wänden gefertigt werden. Die dünnere Schale benötigt weniger Material, besitzt ein geringeres Gewicht und wirkt optisch eleganter und filigraner: Weniger Materialverbrauch, mehr Leichtigkeit.
Eine dünne Sitzschale aus 3D-Furnier kann beim Zurücklehnen nachgeben und kehrt anschließend in ihre ursprüngliche Form zurück. Diese kontrollierte Biegung kann zum Sitzkomfort beitragen. Wie stark eine Rückenlehne nachgibt, hängt von ihrer Geometrie und Konstruktion ab.
Doppelt geschwungene Sitzflächen und Rückenlehnen passen sich dem Körper besser an als Teile, die nur in eine Richtung gebogen sind. Die gleichen Rundungen, die den Sitzenden stützen, verleihen dem Produkt seine unverkennbare Form. Komfort beginnt mit der Kontur, und echtes Holz sorgt für eine angenehme Haptik.
Stabile Form, frisch gepresst: Unter kontrollierter Wärme und Druck wird das Furnierbündel in die gewünschte Form gepresst. Das Ergebnis ist ein formstabiles 3D-Sperrholzprofil mit einer glatten Oberfläche, bereit für die Weiterverarbeitung.
Beim Pressen von 3D-Furnier in komplexe Formen entsteht weniger Ausschuss als bei konventionellen Furnierlösungen. Auch der Nachbearbeitungsaufwand sinkt. Das spart Holz, Klebstoff und Presszeit.
Unsere in Europa hergestellten 3D-Classic-Furniere, die 3D-Basic-Furniere und die gepressten Elemente sind mit Umweltproduktdeklarationen (EPD) ausgestattet. Diese gelten für den gesamten Lebenszyklus – vom Rohstoff bis zum Werkstor, englisch: Cradle-to-Gate. Alle EPDs sind bis Juni 2029 gültig und liefern produktspezifische Daten für die Ökobilanz (LCA) unserer Kunden. Unser Holz stammt aus FSC®- und PEFC™-zertifizierten Lieferketten.
Die Geometrie bestimmt nicht nur die Form, sondern auch, wie sich ein Produkt anfühlt: Eine weichere Armlehne, eine durchgehende Schalenlinie, eine bewusst gesetzte Kurve.
Narbutas hat in Zusammenarbeit mit dem Produktdesign-Berater Gensler den Besucherstuhl BOTANY entwickelt, der von der Form von Pflanzen und Blumen inspiriert ist. Eine nach außen gebogene Armlehne erinnert an ein Blütenblatt. 3D-Furnier von Danzer ermöglicht diese ungewöhnliche Formgebung.
BOTANY wurde von Narbutas in Zusammenarbeit mit Gensler als Produktdesign-Berater entwickelt und bezieht seine Form aus Pflanzen und Blumen. Eine Armlehne, die an ein Blütenblatt erinnert, ist eine Herausforderung in der Formgebung, nicht in der Oberflächenbearbeitung.
Der Osuu Chair ist das siebte Gemeinschaftsprojekt von Foster + Partners Industrial Design und Walter Knoll. Vorderbeine, Armlehne und der obere Rückenlehnenbereich bestehen aus einem massiven, dampfgebogenen Holzstab. Die organisch geformte Sperrholzschale aus 3D-Furnier ruht auf hölzernen Querstreben und schwingt von der Rückenlehne aus nach unten.
In iterativen Schritten entwickelt und ergonomisch getestet, wiegt der Osuu Chair etwa sechs Kilogramm - erstaunlich wenig für einen Holzstuhl. Erhältlich in Nussbaum oder Eiche sind die Holzoberflächen mit einem natürlichen Hartwachs behandelt, das ihnen eine seidig-matte Optik verleiht.
Der Designer Daniel Figueroa arbeitet nach einem vom Bauhaus geprägten Prinzip: Man verwende nicht mehr Material als die Funktion erfordert, und verzichte auf jegliche Verzierungen. Für den Bistro-Stuhl nutzt er eine Schale aus 3D-Furnier und eine minimalistische Konstruktion.
Nichts ist geklebt. Alle Bauteile sind verschraubt, und die Schale sitzt in Clipverbindungen, die Figueroa gemeinsam mit unserem Team speziell für dieses Produkt entwickelt hat. Auch nach mehr als einem Jahrzehnt im Einsatz lässt sich der Stuhl vollständig auseinandernehmen. Ein beschädigtes Bauteil kann einzeln ausgetauscht werden, statt den gesamten Stuhl auszuwechseln.
Von ikonischen Sitzmöbeln über Flagship-Stores bis hin zu maßgefertigter Verpackung für Hennessy Paradis zeigt dieses Lookbook, was mit 3D-Furnier möglich ist.
Echtes Holz. Komplexe Formen. Die Projekte, Produkte und Anwendungen im Lookbook zeigen, was entstehen kann, wenn das Material der Idee folgt.
Ob als einzelner Akzent oder als ganze Fläche: Wie viel 3D-Furnier sinnvoll ist, hängt vom Projekt, der Geometrie und der gewünschten Oberfläche ab. Unsere Kundenprojekte zeigen die Bandbreite.
Die Danzer Highback Shell (DHS) ist eine von Danzer entwickelte Schalenform. Sie ermöglicht einen unkomplizierten Einstieg in die Konstruktion eines 3D-Furnier-Sitzmöbels – ohne zunächst ein eigenes Werkzeug entwickeln zu müssen.
Unsere Form ist zum Ausgangspunkt für eine Reihe von Stuhlkonzepten geworden. Jedes einzelne hat anschließend seine eigene Kontur und Identität erhalten.
Eine Schale. Viele verschiedene Sitzmöbel.
Geometrie, Anwendung, Produktionsanforderungen und Ihr Zielpreis - von ihnen hängt ab, ob sich Ihre Produktidee mit 3D-Furnier realisieren lässt. Unser technisches Team prüft die Anforderungen und entwickelt gemeinsam mit den Projektpartnern die passende Lösung. Sprechen Sie uns an.
Wird als dekorative Deckschicht eingesetzt. 3D-Furnier Classic lässt sich aus den meisten Holzarten herstellen, die sich für Messerfurnier eignen - darunter amerikanischer Nussbaum, europäische Eiche, Schwarzkirsche, Esche und Buche.
Maximale Länge: 1230 mm
Maximale Breite: 970 mm
Dicke: 1,15 mm
Mehr Infos finden Sie in den Dokumenten im Download-Bereich.
Eine optisch schlichtere und kostengünstigere Variante für Deck- und Innenschicht geformter Sperrholzschalen.
Zudem eine ideale Lösung für gepolsterte Schalen aus herkömmlichem Furnier, bei denen eine makellose Oberfläche für die direkte, schaumstofffreie Bespannung mit Stoff oder Leder erforderlich ist. 3D-Furnier Basic zeichnet sich durch hohe Formstabilität aus und wird aus europäischer Buche gefertigt.
Dicke: 1,2 mm oder 2,0 mm
Maximale Länge: 1230 mm
Maximale Breite: 1050 mm
Mehr Infos finden Sie in den Dokumenten im Download-Bereich.
Nicht jede Form passt in ein bestehendes Werkzeug. Für besondere Geometrien entwickelt unser 3D-Furnier-Team maßgeschneiderte Lösungen für ein breites Anwendungsspektrum - vom Showcar bis zum architektonischen Detail im Innenausbau.
Ein 3D-Furnier-Projekt durchläuft alle Phasen. Von der Idee und Geometrie über Material und Konstruktion, Prototyp und Werkzeugbau bis hin zur Serienfertigung. Danzer begleitet diesen Weg seit Jahrzehnten:
Idee & Geometrie
Material & Konstruktion
Prototyp
Werkzeugbau & Prozessentwicklung
Serienfertigung
3D-Furnier ist so konzipiert, dass es mit den Pressverfahren kompatibel ist, die heute von Herstellern für Formholz verwendet werden.
Am Anfang stehen Geometrie, Anforderungen und eine Idee davon, was entstehen darf. Unser technisches Team prüft frühzeitig, ob 3D-Furnier dafür geeignet ist - offen und konkret, bevor Änderungen an Geometrie und Werkzeug teuer werden.
Sie möchten zunächst weitere Details erfahren? Lesen Sie die untenstehenden FAQ.
Für alle, die mehr Details wünschen als auf der obigen Seite zu finden sind.
Herkömmliches Furnier ist eine flache Platte mit einer Umformgrenze. 3D-Furnier nutzt eine Struktur, bei der sich dünne Abschnitte des Furniers während der Umformung relativ zueinander bewegen können, was bei geeigneten Anwendungen komplexere, organische Kurven ermöglicht.
Es erweitert die Bandbreite der mit echtem Holz realisierbaren dreidimensionalen Geometrien, insbesondere organische und zusammengesetzte Kurven. Ohne bestätigte technische Daten werden keine spezifischen Grenzwerte für Radien oder Krümmungen veröffentlicht. Für weitere Ideen wenden Sie sich bitte an uns.
Das hängt von der Geometrie und dem Bauteil ab. Bei einigen Projekten wird vorhandene Geometrie verwendet, wie beispielsweise bei der Danzer Highback-Schale; bei anderen ist ein eigens entwickeltes Werkzeug erforderlich. Dies wird gemeinsam mit dem technischen Team von Danzer festgelegt.
Eine bereits von Danzer hergestellte Stuhlsitzschalen-Geometrie, die als leicht zugänglicher Ausgangspunkt für Sitzmöbelprojekte dient, für die noch kein vollständig maßgeschneidertes Werkzeug erforderlich ist.
Am einfachsten ist es, die Geometrie direkt bei Danzer einzureichen. Die richtige Konstruktion hängt von der Anwendung, dem Zielpreis und den Produktionsanforderungen ab.